Faschings-Marathon mit Tanz, Show und Musik

Aus der Nachbarstadt: Das Prinzenpaar Elisabeth IV. und Johannes II. (Bad Aibling) beim Walzer.

Aus der Nachbarstadt: Das Prinzenpaar Elisabeth IV. und Johannes II. (Bad Aibling) beim Walzer.

Bei seiner siebten Auflage toppte das Landkreisfestival der Faschingsgarden in Kolbermoor (wir berichteten) seine Vorgänger und ragt damit aus den vielen karnevalistischen Highlights in der Region heraus.

Kolbermoor – Wiederum bestens organisiert vom Faschingsverein Mangfalltal zeigten in einer nahezu zehnstündigen Marathonveranstaltung an die 500 Narren aus dem Landkreis in der Aula der Pauline-Thoma-Schule ein breites Spektrum ihres karnevalistischen Könnens.

Weder Schnee noch Eis oder Sturm konnten die vielen Schaulustigen am Besuch dieses außergewöhnlichen Events hindern und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Das Kinderprinzenpaar des Veranstalters, Alina I. und Benedikt I., eröffneten tänzerisch das Festival und dann waren die kleinen und großen Maschkera am Zuge, die mit ihren sehenswerten Auftritten alle Anwesenden schnell in beste Faschingsstimmung brachten. Ob Showtanz, Gardemarsch oder Prinzenwalzer, alles bestens dargebracht von den auftretenden Faschingsgilden, deren fantasievollen Kostüme allein schon sehenswert waren. Das wurde natürlich von den Zuschauern mit viel Beifall honoriert, so manches Mal schien es die Aula so richtig anzuheben, wenn der Applaus aufbrandete. Die Protagonisten auf der Bühne schien dies weiter zu befeuern und gar manch waghalsige artistische Einlage ließ kurzzeitig den Atem stocken.

Bei jedem der insgesamt 24 Auftritte konnte man die Freude und das Engagement der Karnevalisten so richtig spüren und das übertrug sich auch auf den Saal, wo schon bald mitgesungen und mitgeschunkelt wurde. Die Prinzenpaare mit ihren jeweiligen Walzern nahmen die Zuschauer gefangen, bei den Gardemärschen sah man trotz der Anstrengungen nur in lächelnde Gesichter und die Showteile mit ihren akrobatischen Einlagen waren atemberaubend. Da nahm beispielsweise die Faschingsgarde Chiemseenixen Bern au, die wegen des Festivals extra aus den Tiefen des „bayerischen Meeres“ aufgetaucht waren, ihre Gäste mit auf eine Reise durch das schöne Griechenland, wo der Wein in Strömen floss und die alten Götter dem Trunk nicht abgeneigt waren. Die Darbietungen der Rosenheimer Faschingsgilde hatten absolutes Spitzenniveau und die „Hurricanes“ aus Bad Endorf fegten wie ein Blizzard durch die Aula.

Dem Ende zugehend und etwas außer Atem dankte dann der stellvertretende Präsident des Veranstalters, Jochen Winter, der zuvor das Festival souverän moderiert hatte, den vielen Gilden für ihr Kommen, den Zuschauern für ihre Begeisterung und natürlich den hunderten fleißigen Händen und den zahlreichen Sponsoren für ihre Unterstützung, denn neben den karnevalistischen Darbietungen war auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Beim Landkreisfestival wirkten mit: Kindergarde und Jugendshowtanzgruppe Faschingsverein Mangfalltal, Kindergarde Faschingsgilde (FG) Bad Aibling, „Hot Socks Kids“ SV Ramerberg, „Narria Kids und Teens“ FG Prienarria, Kindergarde und Teenies Bad Endorf, Showgarde „Högling Kids“, Kastenauer Kindergarde, Teenies und Tanzstrolche Stadtgarde Wasserburg, Showgarde Högling Jugend, Kindergarde FG Chiemseenixen Bernau, Prinzengarde Faschingsverein Mangfalltal, FG Bad Aibling, FG Chiemseenixen Bern au, Showtanzgruppe Faschingsverein Mangfalltal, FG Waldburgia, FG Rosenheim, FG Prienarria, FG Vagen, FG Flintsbach-Fischbach, FG Vogtareuth, „Hurricanes“ Bad Endorf, „Hot Socks“ Ramerberg, Stadtgarde Wasserburg und die FG Aschau.

Zur Geschichte des Landkreisfestivals: Die Idee zu diesem die Stadt- und Gemeindegrenzen überschreitenden karnevalistischen Großereignis, dem Landkreisfestival, wurde vor sieben Jahren im Faschingsverein Mangfalltal Kolbermoor geboren. Grundgedanke damals war, eine Veranstaltung zu etablieren, bei der es an einem Tag nahezu alle Facetten des regionalen Faschings zu bestaunen gab, dargeboten von großen und kleinen, jungen und weniger jungen Maschkera. Den Gedanken bestens umgesetzt, entwickelte sich in den nachfolgenden Jahren ein karnevalistisches Festival, mit einem „Kommen und Gehen der Generationen“, wie es Christina Rohrer vom Veranstalter treffend ausdrückt. Die gesamte Organisation wird vom Faschingsverein Mangfalltal und seinen Mitgliedern geschultert, die auch bestens, zusammen mit lokalen Geschäften des Einzelhandels, für die lukullischen Höhepunkte sorgen. Dabei kann sich der Verein auf die Unterstützung durch die Stadt Kolbermoor verlassen und eine Rosenheimer Brauerei stellt die Bestuhlung zur Verfügung. So schreibt man eine Erfolgsgeschichte, die in den zurückliegenden Jahren immer mehr an Fahrt und Aufmerksamkeit gewann und heute nicht mehr aus dem karnevalistischen Kalender wegzudenken ist.

OVB vom 17.01.2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

acht − vier =